Ratgeber

AZAV einfach erklärt: Was steckt hinter der Zertifizierung?

6 Min. LesezeitAktualisiert am 10. Juli 2026

AZAV steht für 'Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung'. Nur Bildungsträger und Kurse mit AZAV-Zulassung dürfen mit Instrumenten der Arbeitsförderung – dazu zählt der Bildungsgutschein – bezahlt werden. Die Zertifizierung ist damit das Qualitätssiegel im geförderten Weiterbildungsmarkt.

Zwei getrennte Zulassungen: Träger und Maßnahme

Zertifiziert wird zweimal. Erstens der Bildungsträger als Organisation (Qualitätsmanagement, Personal, Räume, Prozesse). Zweitens jede einzelne Maßnahme (Curriculum, Dauer, Prüfung, Kosten). Erst wenn beide zugelassen sind, gibt es eine gültige Maßnahmennummer. Ohne diese Nummer keine Förderung.

Wer zertifiziert?

Die eigentliche Prüfung übernehmen fachkundige Stellen (FKS) – private Zertifizierungsgesellschaften, die von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert sind. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht die Liste zugelassener FKS. Die Zertifizierung ist zeitlich begrenzt (in der Regel 3–5 Jahre) und muss regelmäßig erneuert werden.

Was wird geprüft?

Für den Träger: Leitbild, Qualitätssicherung, Beschwerdemanagement, Qualifikation des Personals, räumliche und technische Ausstattung, Datenschutz. Für die Maßnahme: fachlicher Inhalt, Praxisanteile, Prüfungsformen, Dauer, Kosten im Verhältnis zum Marktdurchschnitt (Vergleichswerte werden regelmäßig veröffentlicht).

Woran erkennst du einen seriösen AZAV-Träger?

Transparent ausgewiesene Maßnahmennummer, klar dokumentierte Prüfungen und Abschlüsse, realistische Beschreibung von Berufsaussichten (keine 'Job-Garantie'), verständlicher Vertrag, keine Vorkasse. Auf DeinBildungsgutschein listen wir ausschließlich Anbieter, deren AZAV-Zulassung wir vor Freischaltung prüfen.

Häufige Fragen

Ist jeder AZAV-Kurs automatisch gut?
AZAV prüft die formalen und strukturellen Qualitätsanforderungen. Die inhaltliche Qualität und der Berufserfolg hängen zusätzlich von Dozenten, Praxisbezug und deinem Einsatz ab. Erfahrungsberichte und Vermittlungsquoten sind sinnvolle Zusatzkriterien.
Muss ich die Maßnahmennummer selbst kennen?
Der Anbieter nennt sie dir; sie steht in der Regel auf der Kursseite und im Angebot. Für dein Beratungsgespräch bei der Agentur ist sie unverzichtbar.

Wie geht's für dich weiter?

Kostenlos, unverbindlich, ohne Login.